Forumtheater "Geh Nicht"

Wir würden ja gerne allen Flüchtlingen in Österreich Schutz bieten, aber eigentlich muss ihnen ja in ihren Herkunftsländern geholfen werden - oder? 

 

Ein Theaterdialog über Entwicklungszusammenarbeit und Migration

Im Forumtheater werden Geschichten präsentiert, die Fragen aufwerfen und Zusammenhänge wie durch eine lebendige Lupe künstlerisch greifbar machen. Das Stück „Geh nicht“ nimmt die aktuell verbreitete Idee, dass Entwicklungszusammenarbeit ein Mittel gegen Migration sein kann, zum Anlass, um miteinander hinter die Kulissen zu blicken. So präsentieren die SchauspielerInnen hautnah Einblicke in Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit und in die Gründe, warum Menschen aus ihren Herkunftsländern flüchten. Die Szenen beruhen auf realen Erlebnissen der SchauspielerInnen und rufen das Publikum zum aktiven Mitdenken auf: Ist eine Welt ohne Flucht und Migration wirklich vorstellbar? Was können und wollen wir wirklich tun, damit Menschen im globalen Süden sich nicht gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen? Und welche Rolle kann die Entwicklungszusammenarbeit dabei spielen?

 

Aufführungen:

Mi, 7. November, 19:30 Spielboden Dornbirn
Sa, 10. November, 19:00 Pfarrsaal Schruns
Mo, 12. November, 19:30 Theater am Saumarkt Feldkirch
Fr, 14. Dezember, 19:30 Zone Wörgl
Sa, 15. Dezember, 19:30 Bühne Imst Mitte
So, 16. Dezember, 19:30 Westbahntheater Innsbruck

 

Die Forumtheaterabende finden abwechselnd unter der Leitung von Julia Felder (interkulturelle Konflikttransformation) und Michael Schiemer (Regisseur und Theaterpädagoge) statt. Sitzplätze können für Dornbirn, Feldkirch, Imst Mitte und Innsbruck bei den Veranstaltungsorten reserviert werden.

Eine Veranstaltung der Koordinationsstellen für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Vorarlberg und des Landes Tirol und von inkontra - interkulturelle Konflikttransformation.

                     

mit freundlicher Unterstützung von: 

 

Mitwirkende gesucht

 - für ein Forumtheater über Entwicklungszusammenarbeit & Migration

 

„Mit gezielter Unterstützung und Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor Ort wollen wir Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten dabei unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Nur so könne der enorme Migrationsdruck aus Afrika gelindert werden, so Wallner.“

- Landespressestelle Vorarlberg, 12. September 2017

 

Im Jahr 2015 erreichten vermehrt Geflüchtete die Grenzen Österreichs. Während zu Beginn des Jahres die sogenannte Willkommenskultur großgeschrieben wurde, folgten bald kritische Stimmen, die betonten, dass aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen nicht allen Ankommenden in Österreich Asyl gewährt werden könne und solle. Die Verschärfungen in den Bereichen Zuwanderung und Asyl wurden unter anderem damit begründet, dass den Menschen in den Herkunftsländern geholfen werden muss. In diesem Zusammenhang sind auch die großzügigen Budget-Erhöhungen des Landes Vorarlbergs für Entwicklungszusammenarbeit zu sehen, während von der Bundesregierung weitere Kürzungen angekündigt sind.

Die Frage ob Migration wirklich verhindert werden kann und soll und welche Rolle das Budget der Entwicklungszusammenarbeit dabei spielen kann, beschäftigt uns. Wie direkt ist der Einfluss der Entwicklungszusammenarbeit auf die Fluchtgründe der in Österreich Ankommenden wirklich? Aus welchen Gründen verlassen Menschen eigentlich ihre Heimat? Welche Herausforderungen stellen sich für die Entwicklungszusammenarbeit? Diesen Fragen soll sich ein Forumtheaterstück widmen, zu dem die Koordinationsstellen für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Vorarlberg und Tirol, sowie der Verein Friedenskraftwerk Vorarlberg einladen.

 

Was ist Forumtheater?

Als Impuls für den Dialog mit unserem Publikum erarbeiten wir mit euch ein Theaterstück. In 8-9 Tagen erforschen wir das oben beschriebene Thema und eure Erfahrungen dazu. Mit Spielen und dem gesammelten gemeinsamen Wissen entwickeln wir eine Szene, in der alle oder ein Teil der Gruppe mitspielt. Dieses Theaterstück gibt einen Einblick in die Herausforderungen des Themas und liefert keine Antworten oder Lösungen. Diese Szene ist dann ein „wissender“ Impuls, der das Publikum zum Mitdenken und Mitmachen anregt.

Unser Forumtheater bringen wir an mehreren Orten auf die Bühne. Es bleibt dabei spannend, weil jeder Abend anders ist. Das Publikum kann Ideen einbringen, mögliche Lösungen ausprobieren und - mit uns gemeinsam - das Problem zu ergründen. Wir wollen möglichst unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen: Aus der Politik, der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit, Zugewanderte und andere „Mitwissende“. So können wir einen ehrlichen Dialog führen, der vielfältiges Wissen zusammenbringt und hoffentlich unsere Perspektiven verändert und erweitert. Sowohl für die SchauspielerInnen als auch für das Publikum braucht es keine Vorkenntnisse im Schauspiel, sondern Erfahrungen und Interesse zum Thema.

 

Wer kann bei der Entwicklung des Stücks mitmachen? 

Wenn du Erfahrungen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit (auf politischer Ebene oder vor Ort in den Partnerländern) und / oder als MigrantIn /GeflüchteteR aus dem globalen Süden hast, bist du herzlich zu unserem Infoabend eingeladen. Ehrenamtlich mitzuwirken bedeutet mit uns gemeinsam das Stück zu entwickeln und eventuell auch als SchauspielerIn einen Charakter im Stück darzustellen.

 

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....mit einem wunderbaren Bericht, in dem auch "Salam I like it" portraitiert wird.

 

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